
Herkunft
Der American Cocker Spaniel ist das kleinste Mitglied in der
Spanielfamilie, er ist ein naher Verwandter des English Cocker Spaniels, er
hat dieselben Vorfahren.
Die Legende sagt, dass der erste Cocker schon im Jahre 1620 mit einem Schiff
von England nach Amerika gekommen sei. Doch die Geschichte des American
Cocker begann erst nach der Gründung des amerikanischen Spaniel Klubs
(American Spaniel Club, Inc.) im Jahre 1881.
In England wurde im Juni 1879 der schwarze Rüde „Obo“ geboren, aus der
Verbindung eines Sussex Spaniel Rüden und einer Field Spaniel Hündin. Nach
den damaligen Regeln durfte er in das Zuchtbuch als Cocker Spaniel
eingetragen werden. Er wurde der begehrteste Zuchtrüde seiner Zeit und somit
prägte er zwei Rassen:
den Englischen Cocker und den American Cocker.
Eine Hündin die von ihm tragend war wurde dann nach Amerika
exportiert.
Ihr Sohn aus diesem Wurf erhielt den Namen „Obo II“. Er wurde als der Traum
Deckrüde unter den Züchtern angesehen und eingesetzt. Demzufolge gab
es in den Vereinigten Staaten bis zum Jahr 1920 kaum noch einen Cocker, der
kein Blut von „Obo II“ in seinen Adern hatte.
Es bildeten sich aber langsam zwei Varianten des Cockers heraus.
Daraus resultierend gab es über viele Jahre Diskussionen in der
Hunde-Fachwelt, wie der „perfekte" Cocker“ nun auszusehen hätte.
Die einen Züchter hielten am englischen Typ fest, die anderen züchteten
langsam einen neuen Typ. Dieser war kleiner, kompakter, mit kürzerem Fang
und runderem Kopf, hochläufig und mit mehr Fell. Durch die weiter
Züchtungen des neuen Typs war der American Cocker Spaniel eigentlich in den
Jahren um 1930 schon fertig als eigenständige Rasse entwickelt. Doch erst
1946 wurde der American Cocker vom American Kennel Club (AKC) als
eigenständige Rasse anerkannt. Damals war der American Cocker schon die
beliebteste Hunderasse in den USA und er ist es bis heute geblieben.
Er ist einer mit der auffälligsten und schönsten aller Hunderassen. Mit
seinem seidigen und langem Haarkleid, seinem wunderschönen Kopf mit den
ansprechenden großen Augen zieht er schon Aufmerksamkeit auf sich.
Wesen
Der „Ami“, wie er kurz und liebevoll auch genannt wird, ist ein immer
fröhlicher, verschmuster, immer lernbereiter und treuer Gefährte. Wegen
seines liebenswerten Wesens ist er deshalb als Familienhund ganz besonders
geeignet und sein elegantes Erscheinungsbild, sein attraktives Äußeres haben
ihn als Familien- und Begleithund auch in Europa beliebt gemacht. Für Kinder
ist der immer fröhliche und bewegungsfreudige Ami ein Kamerad zum
tollen, spielen und toben.
Mit seinem Charme und seinen sanften, flehenden Kulleraugen erobert er
sofort die Herzen. Auch mit anderen Hunden ist er sehr verträglich!
Trotz seines Jagdtriebes folgt der American Cocker Spaniel auch ohne Leine
sehr gut und folgt dem Ruf.
Haltung und Erziehung
Wegen seiner kleinen Größe (ca. 36 cm bis 38 cm Schulterhöhe und ca. 9 kg
bis 11 kg) , seiner Intelligenz und schnellen Lernfähigkeit ist der „Ami“
für das Leben in der Stadt wie auf dem Lande geeignet.
Der "Ami" ist temperamentvoll, immer fröhlich und liebt die Bewegung, ihm
macht alles Spaß, er liebt aber auch die Bequemlichkeit eines
Familienlebens. Er ist leicht zu erziehen und hängt an seiner Familie. Sein
Gehorsam und seine leichte Führigkeit wurde ihm bereits in die Wiege gelegt.
Seine Familie ist sein ein und alles, der er seine ganze Liebe, Vertrauen
und Loyalität schenkt - was aber nicht bedeutet, dass nicht auch
Fremde schwanzwedelnd begrüßt werden. Ein aggressiver Wachhund ist der „Ami“
nicht. Schon gar nicht ist er ein Hund für den Zwinger! Dafür ist er aber
ein wunderbarer Spielgefährte für Kinder, einer, der es mag, mit ihnen zu
toben, zu knuddeln und zu schmusen.
Sein fröhliches, unkompliziertes Wesen, seine Intelligenz und damit schnelle
Lernfähigkeit machen ihn zu einem hervorragenden Anfängerhund.
Pflege und Gesundheit
Der „Ami“, ist eine kleine, edle Erscheinung und muss auch
dementsprechend gepflegt werden.
Er sollte alle 4-6 Wochen getrimmt werden. Entweder macht man es selbst (Mit
etwas Geschick kann man das erlernen) oder bringt den Ami in einen
Hundesalon. Nach dem Spaziergang oder spielen im Garten sollten Sie die
Blätter und Stöckchen gleich entfernen, damit es durch daran herum knabbern
keinen dicken Filz gibt, der dann schwer zu entfernen ist. Baden
können Sie ihn wann immer Sie wollen und es notwendig erscheint, mit einem
guten Shampoo und einer Spülung hinterher gibt es da keine Probleme. Sie
sollten aber den Ami trocken fönen, vor allem im Winter und auch dabei
kämmen. Erlaubt es Ihre Zeit ist es gut den Hund jeden Tag zu kämmen, wenn
möglich immer an der gleichen Stelle auf einem stabilen Tisch. Jedoch
wenigstens 2 x in der Woche. Besonders gerne verfilzen die Stellen unter den
Achseln und bei den Rüden auch an den Hoden. Sie benötigen einen
weitzinkigen Kamm und eine Drahtbürste. Nur wenn der Kamm gut durch das Fell
gleitet ohne stecken zu bleiben hat der Hund keinen Filz und fühlt sich auch
wohl.
Wer nicht auf Ausstellungen geht und es gern pflegeleichter möchte , der
lässt eben einen Puppyschnitt machen.
Krallenkontrolle: Bei genügend Auslauf (nicht nur auf weichem Untergrund)
nutzen sie sich von selbst ab. Zu lange Krallen klappern auf Steinboden -
sie müssen vom Tierarzt oder im Hundesalon gekürzt werden.
Snoods:Um Futterreste an den Ohrbehängen zu vermeiden und ein Abkauen der
Ohrbehaarung zu verhindern, empfiehlt es sich auch beim Ami während der
Fütterung Snoods (Mützen) aufzusetzen.

Es ist unbedingt auf saubere Ohren zu achten. Ohrenentzündungen sind bei
allen Hunden äußerst schmerzhaft und langwierig.
Zahnfleisch/Zahnstein: Ein Hund braucht regelmäßig harte Sachen zum Kauen.
Zum regelmäßigen Zähneputzen eignen sich: Hundezahnpasta oder Schlemmkreide
- früh sanft an die Zahnbürste gewöhnen.
Der VDH hat sehr strenge Vorgaben an seine Züchter die erfüllt werden
müssen. Wir gehen mit allen Zuchttieren zum HD-röntgen (Hüftgelenke). Die
Auswertung der Röntgenbilder erfolgt nicht bei dem Haustierarzt, sondern bei
einer Spezialistin zentral in Deutschland. Die Zuchttiere werden jährlich
auf Augenerkrankungen, PRA und Katarakt untersucht. Diese erfolgt bei einer
Augenspezialistin vom Dortmunderkreis (DOK)und ist nicht gerade um die Ecke.
Die Listen der DOK-Ärzte finden Sie beim VDH oder im Club. . Alle
Unterlagen bzw. Ergebnisse können Sie sich beim Kauf eines Welpen, bei einem
seriösen Züchter, zeigen lassen. .
Wir tun dies alles, damit Sie einen möglichst gesunden Hund bekommen und
viel Freude mit ihm haben.
Bitte beachten Sie, dass dies bei Vereinen die nicht dem VDH angeschlossen
sind mitunter nicht gefordert wird, schon gar nicht bei einem Hundehändler !
Fragen Sie den Züchter danach und lassen Sie sich die Ergebnisbögen zeigen.
Auch wird der Wurf ab der 8 Woche von einem ausgebildeten Zuchtwart
abgenommen und darüber ein Protokoll geführt., welches Ihnen der Züchter auf
Wunsch vorlegen kann.