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Herkunft
Die Meinungen der Kynologen
über den genauen Ursprung des Afghanen gehen auseinander. Es ist nicht
restlos erwiesen, dass der Afghane aus Afghanistan stammt. Möglicherweise
hat er seine Wurzeln eher in Persien und kam mit dem alten Nomadenvolk der
Pashtuden nach Afghanistan. Vielleicht ist der afghanische Windhund aber
auch eine Kreuzung aus persischen Windhunden und afghanischen Hirtenhunden.
Die in Europa verbreitete Form des Afghanen ist zum größten Teil ein Werk
der Engländer.
Nach dem afghanischen Krieg 1879 / 80, gelang es den Engländern, einige
Hunde trotz des strengen Exportverbotes nach Europa zu bringen. 1886 wurde
die Hündin „Mortee“ als erste auf einer Ausstellung in Bristol gezeigt, doch
erst 1907 machte der legendäre „ Zardin“ die Hundewelt auf diese elegante
Rasse voll aufmerksam. Die Kennel Club Show in London war sein Startzeichen.
Er schlug dort alle Konkurrenten und erregte damit sogar das Aufsehen des
Buckingham-Palastes, denn Königin Alexandra ließ sich diesen
außergewöhnlichen Hund vorführen. Die Familie Bell Murray brachte 1920 aus
dem südlichen Grenzgebiet Afghanistans 7 Hunde nach England mit, die der
Grundstock einer schnell wachsenden Zucht wurden.1925 entstand der erste
Kennel-Klub.
Holland wurde nach England das zweite bedeutende Land europäischer
Afghanenzucht. Der holländische Züchter Major Jungeling stellte 1932 in
Dortmund erstmals zwei schwarze und einen hellen Afghanen einem staunenden
Publikum vor. Nach Deutschland kamen die ersten afghanischen Windhunde
zwischen 1930 und 1940.
Die erste Afghanenzüchterin in Deutschland war Frau Albertz mit ihrem
Zwinger Kasil- Kasa.
Windhunde sind „Tazis“.
In Arabisch bedeutet Tazi: „einer, der rennt“.
Über Jahrhunderte wurde der Afghanische Windhund in Afghanistan für die
Hetze auf Steinwild gezüchtet. Er verfolgte es in den bis zu 3000 m hohen
Gebirgen über viele Kilometer ganz auf sich allein gestellt, nur auf seinen
Mut, seine Geschicklichkeit und seine Klugheit angewiesen. Ohne die Mithilfe
des Menschen war er gezwungen, vollkommen selbständig zu handeln und für
sich ganz allein zu entscheiden. Seine Unabhängigkeit hat sich der Afghane
bis heute bewahrt.
Tazis wurden im orientalischen Raum von Arm und Reich als wertvolle
Jagdhunde und Geschenk Allahs verehrt. Auch heute noch zählen in Afghanistan
3 wichtige Dinge: das Pferd, das Gewehr und der Tazi. Er wird auch heute
noch sehr verehrt und für die Jagd auf Füchse, Wölfe, Bergschafe und Rehwild
eingesetzt.
Ein Interview von David Osuna mit Wahab Abdul Kamal, der in Afghanistan zu
Hause ist, zum Tazi in Afghanistan finden sie hier
Eine weitere Dokumentation finden sie
>>> hier<<<
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